
Ein Erfahrungsbericht von Dr. med. dent. Christian Weinlich aus Neu-Isenbrug
Dr. Weinlich setzt TOXAVIT seit 17 Jahren gezielt ein: bei starken Pulpitiden, wenn herkömmliche Lokalanästhesien oder medikamentöse Einlagen versagen. Im Interview erklärt er, warum er bei der Aufklärung bewusst „übertreibt“, wieso er das Medikament nur in einem klar definierten Anwendungsbereich und zeitlich begrenzt einsetzt – und warum er den neuen Aufklärungsbogen als echten Gewinn sieht:
Ein Gespräch über Wirksamkeit, Verantwortung und Effizienz – und darüber, warum TOXAVIT für ihn in bestimmten Fällen alternativlos ist.
„Ich bin froh, dass ich TOXAVIT als Waffe in meinem Arsenal habe"
Wann setzen Sie TOXAVIT ein?
TOXAVIT kommt bei mir zum Einsatz, wenn die Ruhigstellung eines Zahnes mit entzündeter Zahnpulpa nicht möglich ist bzw. die Lokalanästhesie nicht wirkt – z. B. bei einer heftigen akuten Pulpitis. Schon eine minimale Eröffnung der Pulpa reicht aus. Der aufgetragene Klecks sorgt durch eine kleine Dosis Lidocainhydrochlorid für eine schnelle, lokale Schmerzbefreiung. Es genügt meist eine einzige Anwendung, um beim Folgetermin sogar ohne Betäubung weiterarbeiten zu können. Das schafft sonst kein anderes Mittel!
Warum greifen Sie nicht zuerst zu Calciumhydroxid oder Ledermix?
Diese Mittel wirken meiner Erfahrung nach nur oberflächlich – bei der nächsten Behandlung besteht dasselbe Problem. Wenn ein Patient Schmerzen hat, möchte ich ihn davon so schnell wie möglich befreien. Zu mir kommen auch oft Patienten vom Notdienst, die irgendwelche Mittel in den Wurzelkanal eingelegt bekommen haben, die zu keiner Besserung geführt haben – In den meisten Fällen verschlimmert sich die Situation noch. Auch bei mir zeigt eine Anästhesie in diesen Fällen dann keinerlei Wirkung, selbst nach fünf oder sechs Spritzen. TOXAVIT hingegen wirkt zuverlässig: Pulpa aperta, TOXAVIT drauf – und gut. Beim nächsten Termin kann ich ohne Spritze direkt loslegen: „In solchen Fällen bin ich froh, dass ich TOXAVIT als Waffe in meinem Arsenal habe“.
Wie klären Sie Patienten auf – auch bei der Anwendung bei Kindern?
Ich erkläre klar: „Das ist ein starkes Medikament, es muss nach spätestens zehn Tagen raus – ideal sind fünf bis sechs Tage.“ Oft verwende ich ganz bewusst eindringliche Formulierungen, um die absolute Dringlichkeit des Folgetermins zu unterstreichen – damit der Folgetermin ernst genommen wird. Bei Kindern: ein kleiner Klecks für zwei bis drei Tage, dann gründlich ausspülen, Ledermix rein, klassisch versorgen – Schmerzen weg, Eltern erleichtert. Bei der Aufklärung der Eltern betone ich: „Es greift gezielt den Nerv an und muss schnell wieder raus.“ Das reicht.
Wie handhaben Sie die Entfernung und was passiert, wenn etwas aufs Zahnfleisch gerät?
Die Reste sind dunkel und gut erkennbar – ich spüle den Wurzelkanal immer sehr gründlich aus und nach der Aufbereitung kommt Ledermix rein. In 17 Jahren passierte es mir zweimal, dass ein wenig auf das Zahnfleisch geraten ist: sofort entfernt, schnell zugeheilt, keine bleibenden Schäden. Mit Kofferdam lässt sich das gut vermeiden. Das Medikament ist homogen, zerbröselt nicht und unterscheidet sich farblich deutlich von der Zahnhartsubstanz.

„Ich brauche TOXAVIT nicht ständig – aber bei akuten Entzündungen, wenn nichts mehr durchgeht, ist es für mich das Mittel der Wahl. Ich kenne kein anderes Medikament, das so schnell und zuverlässig wirkt."
Dr. med. dent. Christian Weinlich aus Neu-Isenburg

Dr. med. dent. Christian Weinlich aus Neu-Isenburg
Wie stehen Sie zur Alternative – starke Schmerzmittel statt TOXAVIT?
Ibuprofen und Paracetamol helfen bei einer akuten Pulpitis nicht – für Patienten eine tagelange Qual. TOXAVIT hingegen wirkt sofort und nur lokal – mit einer Minimaldosis Lidocainhydrochlorid -also deutlich schonender als systemische Schmerzmedikationen. Hinzu kommt der wirtschaftliche Vorteil: weniger Sitzungen, keine parallele Schmerzmittelgabe, schnellerer Therapieabschluss – unser Kassensystem als auch das private System sind am Limit.
Was halten Sie vom neuen TOXAVIT-Aufklärungsbogen von lege artis?
Eine echte Hilfe und Erleichterung für den Praxisalltag! Bisher hatte ich keine Probleme bei der Aufklärung – aber ein offizielles Dokument ist deutlich bequemer als selbst etwas Schriftliches aufzusetzen. Für mich bedeutet es eine Zeitersparnis und sorgt gleichzeitig für Behandlungs-sicherheit, da alles genau und sauber in der Akte dokumentiert ist. Der Patient kann seinerseits die Details in Ruhe nachlesen, der Folgetermin wird schriftlich festgehalten und unterzeichnet – was ihn nochmal an die Wichtigkeit der zeitnahen Entfernung des Medikaments erinnert. Fazit: „Eine Kopie bleibt bei uns, eine bekommt der Patient. So ist alles transparent und eine Vereinfachung im Praxisalltag!“
Fazit: TOXAVIT als unverzichtbares Instrument
„Ich brauche TOXAVIT nicht ständig, aber bei akuten Entzündungen, wenn nichts mehr durchgeht, ist es für mich das Mittel der Wahl. Ich kenne kein anderes Medikament, das so schnell und zuverlässig wirkt.“